Richard Bertinet – Brot und Gebäck für Genießer
7. Dezember 2008Nikolaussamstag, und was mache ich? Ich fahre mit meinen Töchtern nach Hannover. Dabei hätte ich so schön ausschlafen können…. Nach der anstrengenden Weihnachtsfeier vom Vortag hätte ich das verdient!
Unser kleiner Bahnhof, nebst Automaten und der Zug total überfüllt. Dabei sollen Stehplätze doch günstiger sein. Waren sie nicht, aber lustig war es und kuschelig. Eine Tochter verließ uns in Laatzen um die Messe “Pferd und Jagd” zu besuchen. Und wir anderen beiden blieben bis zum Hannoverschen Hauptbahnhof im Zug.
Die neu eröffnete “Ernst-August-Galerie” war unser Ziel. Machte schon mächtig was her. Nur gab es für mich die erste Ernüchterung. Am Infostand nach einem “Haushaltswarengeschäft” gefragt gab es die Antwort: “Das gibt es hier nicht” Dabei wollte ich mir doch von Nordic Ware die “Kathedralen”-Backform kaufen. Also wir dmir nur das Internet übrig bleiben.Pech gehabt! Also ging es dann für lange Zeit in eine Buchhandlung. Dort gab es bequeme Sitz- und auch Liegegelegenheiten und stundenlanges stöbern in den Buchbeständen. Leider war die Back- und Kochbuchabteilung nicht sooo umfassend wie gewünscht. Dort tätigte ich den Frustkauf:
Richard Bertinet – Brot und Gebäck für Genießer
Der Frustkauf betätigte sich bei genauerer Betrachtung als Glückskauf, denn Bertiniet schreibt interessant, auch wenn er versucht alles so einfach wie möglich rüberzubringen. Was ich interessant fand, waren wirklich die bebilderten Schritt für Schritt-Anweisungen. Das da was schief geht ist wirklich so gut wie unmöglich. Außer die Zeit spielt nicht mit, man plant ungenau und diese dieversen kleinen Eichörnchen die da immer mal beim backen rumwuseln. Der Teufel ist ja ein Eichhörnchen.
Ein interessante Origami-Falttechnik für dseine teig hat es mir angetan und ich habe am Wochenende fleissig geübt, da ich einen Pizzateig nach seinen Vorgaben hergestellt und bearbeitet habe. Es geht wirklich super!
Bertinet räumt mit einigen Mythen über Brot und Mehl auf und führt den Leser behutsam in die Welt der Sauerteigführung und des Brotbackens ein.
Etwas Exotik findet man in einem Brotrezept aus Traubenmehl. Interessantes Aussehen des weinroten Teiges, aber ob ich es ausprobieren würde weiss ich nicht. Liegt vielleicht daran, dass ich keinen Wein trinke.
Obwohl ich schon länger backe und auch der Ansicht habe einen gewissen Erfahrungsschatz zu haben, hab eich das Brot einfach verschlungen und auf der Heimreise gelesen.
Ich kann es jedem Brotbäcker nur empfehlen.
Bestellt habe ich nun vom selben Autor: Brot für Genießer
Ich bin mal neugierig. Dieser Band beschäftigt sich überwiegend mit Hefebroten.






