Nacht des Backens bei Bäcker Süpke
20. September 2009
Sichtlich gut drauf! Bäcker Süpke! Und alles "ohne Doping"!
Samstag, 19. September 2009. Heute findet sie also statt. Die Nacht des Backens in Orlishausen in der Bäckerei Süpke. Den Bäcker kennen ja schon viele durch seinen Blog, in dem er die Wissbegierigen und Interessierten mit reichlich Informationen und Rezepten versorgt. Jetzt gab es endlich mal die Gelegenheit, den Chef selbst nebst fleissigen Mitarbeitern, der Wirkungsstätte und eine ganze Menge Hintergündiges zu erfahren.
Und den Eibauer nebst Familie durfte ich auch kennenlernen. Liebe Grüße! War nett dich kennengelernt zu haben.
Wir, meine Tochter Laura und ich, waren so gg. 19.15h vor Ort. Und kamen in eine schon reichlich mit Kunden gefüllte Backstube. Mit so einem Andrang hätten wir nicht gerechnet. Den Chef mussten wir ersteinmal suchen, denn er wuselte fleissig durch die Backstube, hatte für jeden ein offenes Ohr und ein freundliches Wort. Auch die anderen Mitarbeiter erklärten ihre Handgriffe und zeigten im Detail was sie machten. Sehr gut dabei die Station des Herstellung von Schweineohren.
Wir durften auch Brezel schlingen.
Unter fachkundiger Hilfe einer Mitarbeiterin kamen wir beide so hinter das Ausrollen der Brezel und des nachfolgenden Schlingens der selbigen, indem man sie an den äußeren Zipfeln hochhob/-zog und gekonnt drehte. Sah gut aus. Jedenfalls bei der Mitarbeiterin. Das müssen wohl zwei Dehungen sein. Hinbekommen habe ich nur Eine, aber ich arbeite dran. Nur so ganz habe ich das Prinzip noch nicht spitz bekommen. Aber beim nächsten heimisch gebackenen Laugengebäck wird alles besser!
Danach verschwanden unsere Brezeln erst einmal im Backofen.

Voilá! Meine geformte Brezel.
Wir schauten zu wie die Backöfen beschickt wurden. in diesem Zusammenhang war es auch interessant zu sehen wie unempfindlich die Teiglinge doch sind. Und auch das gebackene Brot aus dem Backofen zu holen, war recht unkonventionell. Kein Brotschießer sonder man benutzt eine sog. Brotausbackdiele, mit der man recht zügig das Brot aus dem Backofen befördert. Sieht ungewöhnlich aus, aber macht schon Sinn.

Brot ist fertig
Lehrreich war die Herstellung der Schweineohren zu sehen, uns wurden die einzelnen Schichten gezeigt und auch erklärt wie die Schweinohren nachher im Backofen aufgehen.
Die Kinder konnten Plätzchen backen und Dosenwerfen.
Ich habe mich reichlich gut eingedeckt mit Semmel, Doppelsemmel, Baguette, Jägerbrötchen, Sesamstange, Quarkkürbisbrötchen, ein frisches Brot (z. T. bemehlt mit Mond und Stern!), einem Wurzelbrot und natürlich Brotplätzen! Letztere sind hier mit ziemlich viel Kümmel bestreut und wenig grobem Salz. Was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. Wenn ich sie selbst backe, dann streue ich Kümmel und Salz per Hand drauf!

Meine Abendeinkäufe
Ich habe gelernt, dass sich die Arbeitszeiten des Bäckers gewandelt haben. 22h geht es los und gg. 7 Uhr am anderen Morgen ist die Arbeit beendet. Also ganz anders wir früher, als es um 3 oder 4 Uhr in der Frühe losging.
Außerdem kenne ich jetzt die Funktion des Lupinenmehls.
Nun ja, gegen 21 Uhr machten wir uns auf die Heimreise, denn wir hatten ja noch etwa zwei Stunden Heimfahrt vor uns. Zum Abschluss gab es von Bäcker Süpke noch eine Stück seines Sauerteiges.

Geschenkter Sauerteig
Den habe ich gleich mal angesetzt letzte Nacht und nun gärt hier ein Schwarzwälder Krustenbrot vor sich hin, um nachher in den Ofen geschoben zu werden. Aber das ist eine andere Geschichte
Ich lasse einfach einmal ein paar Fotos sprechen

Wurzelbrote

Wurzelbrote

Baguettes

Auch Baguettes

Einmal formen und wirken mit technischen Hilfsmitteln

Neugierige Kunden

Teigansatz

Brezeln formen

Brezelnlaugentaucher

Früh übt sich

Brot

Noch mehr Brot

Brot ist fertig

Schweineohren ausrollen

Schweinohren mit Zucker bestreuen und nachrollen

Jeweils ordentlich zur Mitte falten

Noch einmal mittig falten

Dann ordentlich in schweinsohrgerechte Stücke schneiden

Ein Wurzelbrot

Wurzelbrote abteilen, wiegen, drehen und ablegen

Das frische Brot

Eigene Brezel schmeckt lecker

Brot ist fertig

Neue Brote werden geformt






Das ist ja ein wahnsinnstoller langer Bericht mit vielen Bildern!!!! Vielen Dank Olaf und schön Dich und Deine Tochter mal kennen gelernt zu haben! Bis nächstes Jahr!
Nächstes Jahr gibt es wieder eine Nacht des Backens? Bin dabei!
Sehr informativer Bericht, DANKE dafür!!!
Leider wohne ich zu weit weg.
… und???? Ist die Schwarzwälder Kruste was geworden?
Ja, die Entfernung… Obwohl die Gegend empfehlenswert ist für einen Wochenendtrip. Erfurt ist nicht weit entfernt und bietet eine Menge Sehenswürdigkeiten.
Die Schwarzwälder Kruste ist lecker geworden. Der Sauerteig hat eine gute Triebkraft, so dass es schnell ging bis ich das Brot in den Backofen geben konnte.
Dafür muckt mein Backofen im Moment. Er hält die Temperatur nicht richtig, trotz Backstein und vorheizen. Deshalb sah das Krustenbrot etwas blass aus!
[...] Eibauer und Olaf waren da. Es war schön sie mal kennen zu lernen. Ich bin immer wieder erstaunt, das es die Menschen aus dem Internet auch in Wirklichkeit gibt. Hier ist Olafs wunder schöner Bilderreicher Bericht zu lesen. [...]
Wenn ich das alles sehe, bekomme ich glatt Lust, mir eine Halle zu mieten. All die schönen Öfen, Geräte, Walzen…herrlich!
Weimar ist übrigens auch nicht weit – ein Kurzurlaub in der schönen Gegend ist wirklich empfehlenswert. Auch für Niederrheiner. Die könnten sich dann da treffen, wie wär das denn?
Olaf, das war ein toller, informativer Bericht, der mich nun vollends überzeugt hat, mir den Kalender im nächsten Jahr um die Zeit frei zu halten. Danke!
Ja, es ist schön, aber eine Nummer zu groß!
Mir würde schon was Kleines genügen. Darum heisst es ja auch kleine Backstube!